01
Auftragsrückgang von 30 Prozent — und jetzt?
Maschinenbau, 45 Mitarbeiter
Kapitel 01
Das Problem
Ein mittelständischer Maschinenbauer verliert innerhalb von zwei Quartalen fast ein Drittel seines Auftragsvolumens. Die Fixkosten bleiben, die Auslastung sinkt, die Stimmung im Betrieb kippt.
Kapitel 02
Die Ursachen
- Zu starke Abhängigkeit von drei Großkunden aus der Automobilzulieferung
- Kein systematischer Vertrieb — Aufträge kamen jahrelang von allein
- Kalkulation auf Vollauslastung ausgelegt, keine Puffer bei Deckungsbeiträgen
Kapitel 03
Erfahrungen anderer Unternehmer
„Wir haben zu spät gemerkt, dass ein Kunde intern verlagert. Heute führen wir Quartalsgespräche.“
„Kurzarbeit hat uns Zeit gekauft, aber die Kunden nicht zurückgebracht.“
Kapitel 04
Lösungsansätze
- ✓Kundenstruktur analysieren: Deckungsbeitrag je Kunde statt Umsatz je Kunde
- ✓Zwei neue Zielbranchen definieren (Medizintechnik, Verpackung) und aktiv angehen
- ✓Lohnfertigung als Auslastungspuffer für freie Maschinenzeiten
- ✓Fixkosten in variable Kosten überführen, wo betrieblich vertretbar
Kapitel 05
Die Umsetzung
Woche 1–2
Deckungsbeitragsrechnung je Kunde und Auftrag aufgesetzt.
Woche 3–6
Zielkundenliste mit 60 Betrieben erstellt, Erstansprache durch den Inhaber.
Monat 2–4
Lohnfertigungsangebot ausgearbeitet und an regionale Betriebe gestreut.
Monat 5–9
Erste Serienaufträge aus der Medizintechnik, Kalkulation neu aufgestellt.
Kapitel 06
Das Ergebnis
Nach neun Monaten liegt die Auslastung wieder bei 88 Prozent. Der größte Kunde macht statt 41 nur noch 24 Prozent des Umsatzes aus. Der Deckungsbeitrag je Stunde ist um 11 Prozent gestiegen.
Ihre Herausforderung als nächste Ausgabe?
Schildern Sie uns, was Sie gerade beschäftigt — auf Wunsch anonym.
Herausforderung einreichen